Autoren unter Druck I

Wieder liegt eine Buchmesse hinter uns, und wieder taucht die Frage auf: Wer soll das alles lesen?

Diese Frage berührt auch den Kern dieses Artikels.
Inspiriert und motiviert hat mich die Podiumsdiskussion auf der Leipziger Buchmesse „Autoren unter Erfolgsdruck“, zu der ich in meiner Rolle als „Hybrid-Autorin“ (also einer Autorin, die sowohl im Verlag als auch im Selfpublishing veröffentlicht) eingeladen war.
Leider stand uns nur eine halbe Stunde für insgesamt drei Gäste und Moderation zur Verfügung, sodass wir das eigentlich Interessante nicht einmal anreißen konnten.

Bevor ich jetzt ganz ins Thema einsteige, noch eine Anmerkung vorweg:
Bücher schreiben ist der tollste Job der Welt. Er macht Spaß, lässt der Kreativität freien Lauf, hält geistig fit und ist meist ziemlich gut mit Familienleben zu vereinbaren. Besser jedenfalls, als mancher Nine-to-five-Job oder ein Angestelltenverhältnis mit geregelten Arbeitszeiten.
Und ich werde weiterhin schreiben und veröffentlichen. Weil ich es muss, weil es in mir wohnt, weil es ein Teil meines Selbst ist.
Aber ich gehe meinen eigenen Weg und ich versuche, dabei so unabhängig wie möglich zu bleiben. Wer auf Dauer Bücher veröffentlichen und dabei auch gesund bleiben will, sollte nicht nur auf ein einziges Pferd setzen. Denn das kann schneller davongeritten sein, als einem lieb ist.

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Bücher schreiben ist der tollste Job der Welt – und gleichzeitig ist das Veröffentlichen einer der härtesten. Vermutlich lässt sich das auf alle Tätigkeiten im kreativen und künstlerischen Bereich übertragen und ich nehme an, dass es Musikern, Schauspielern, Malern, Tänzern oder bildenden Künstlern genauso geht. Der Markt ist knallhart, und er kann einen verdammt kaputt machen.

Autoren sitzen während des Schreibens meist alleine am Schreibtisch. Trotzdem sind die wenigsten von uns Einzelkämpfer. Ich bin mit vielen Autoren schon seit vielen Jahren gut vernetzt, mit einigen auch befreundet, und viele sprechen sehr offen darüber, was das Veröffentlichen mit ihnen macht.

Erst vor wenigen Wochen habe ich wieder von zwei KollegInnen erfahren, die wegen Depressionen und Burnout alles hingeschmissen haben. Die keine Bücher mehr schreiben, obwohl ihr Inneres danach schreit, Geschichten zu schreiben. Aber es geht nicht. Nicht unter diesen Umständen. Nicht auf diesem zerstörerischen Markt.
Und heute erst habe ich im Social Media wieder von Kolleginnen gelesen, die entweder schon aufgehört haben oder ernsthaft darüber nachdenken. Und das sind keine Autorinnen, die niemand kennt oder die die Suche nach einem Verlag aufgegeben haben.
Nein! Das sind Autorinnen, die teilweise mehrere Bücher in großen Verlagen veröffentlicht haben, die erfolgreich Bücher verkauft haben und bei denen ich immer dachte: Es läuft.
Sie geben auf, weil sie den Druck nicht aushalten, weil die Erwartungen zu hoch sind, weil aus den netten Worten und der Bauchpinselei allzu schnell die kalte Schulter wird. Und das betrifft neue Autoren genauso wie etablierte, Autoren aus der Midlist genauso wie Autoren mit Spitzentiteln und hohen Vorschüssen.
Die Erfahrungen, über die ich schreibe, habe ich nicht alle selbst machen müssen. Aber viele davon sind so allgegenwärtig und häufig, dass man sie schon fast pauschalisieren kann. Es ist noch nicht einmal nötig, einzelne Beispiele zu verfremden, weil es keine Einzelschicksale sind, die man wiedererkennen könnte.

Um besser verstehen zu können, was denn genau diesen großen Druck auslöst und warum beim Büchermachen nicht alles Gold ist, was glänzt, habe ich mir einzelne Teilbereiche herausgesucht.

Ich kenne Social Media gut genug, um zu wissen, dass ich mich mit meinem Artikel in verschiedene Fettnäpfchen setzen werde. Dass manche Leserinnen und Leser dieses Artikels mir substanzloses Gejammer vorwerfen, dass ich es doch gut habe, dass ich mich nicht so anstellen soll oder was auch immer.
Das ist es mir aber wert, weil es mir meine Arbeit wert ist. Und weil es mir all die tollen Kolleginnen und Kollegen wert sind, die verzweifelt, enttäuscht, resigniert und desillusioniert alles hinschmeißen. Die keine Geschichten mehr schreiben wollen oder können, weil sie leer und ausgebrannt sind und sich in diesem teilweise perversen Markt aufgerieben haben.
Denn im Buchmarkt treffen zwei unvereinbare Gegensätze aufeinander: Autoren, die sich öffnen, die ihr Inneres zeigen, die mit Leidenschaft und Hingabe alles geben, die nicht nur Geschichten konstruieren, sondern auch Figuren erschaffen und zum Leben erwecken.
Viele Autorinnen und Autoren, die ich kenne, sind leidenschaftliche, selbstkritische und für neue Erfahrungen offene Menschen. Diese Eigenschaften helfen beim Schreiben richtig guter Geschichten. Aber sie sorgen auch dafür, dass man verletzlich und angreifbar wird.
Und diese Verletzbarkeit trifft auf einen Markt, in dem es zunehmend nur noch um Absatzzahlen und Produktplatzierungen geht und nicht um gute Geschichten. Denn gut ist nur, was sich gut verkauft.
Dabei schreiben die Wenigsten um des Geldes wegen. Natürlich ist Geld wichtig – überlebenswichtig – aber es ist meist nicht der Motor fürs Schreiben.
Wer Geld verdienen möchte, ist in der kreativen Branche falsch.
Völlig falsch.

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Kritik ertragen

Wer ein Buch veröffentlicht, setzt es automatisch auch Kritik aus. Das fühlt sich vielleicht nicht immer schön an, ist aber nun mal so.
Zu den begeisterten Leserinnen gehören auch immer diejenigen, denen das Buch nicht gefallen hat. Die es langweilig fanden, schlecht geschrieben, lausig recherchiert oder was auch immer.
Die meisten Leserinnen und Leser lesen einfach still und für sich, sie schreiben weder Rezensionen noch Blogbeiträge, noch tauschen sie sich im Social Media aus. Andere hingegen schreiben gerne Rezensionen, bewerten unsere Bücher auf Amazon und anderen Plattformen und teilen ihre Meinung öffentlich.
Rezensionen sind wichtig für uns, weil wir dadurch Rückmeldung erhalten, wie etwas bei den Leserinnen ankommt, was ihnen gut gefällt und was weniger. Manchmal kann man daraus etwas lernen, manchmal ist es aber auch einfach nur eine Meinung. Und die muss nicht unbedingt gut ausfallen.

Das klingt sehr abgeklärt, aber manchmal können Rezensionen eben auch treffen. Dann wiegen einzelne negative Aussagen plötzlich schwerer als zehn lobende und ein paar virtuelle Sterne verdunkeln die ansonsten strahlende Sonne. Manchmal hat man einfach einen schlechten Tag, manchmal trifft die Rezension aber auch einen bestimmten Punkt bei uns oder in der Geschichte. Ich weiß von vielen Autorinnen, dass sie Rezensionen nicht lesen oder nur dann, wenn sie sich stark genug fühlen. Andere wiederum messen einer Rezension eine Bedeutung bei, die sie eigentlich gar nicht hat. Denn in erster Linie handelt es sich dabei um eine Meinung.
Andererseits ist wohl kaum etwas schlimmer für einen Autor und eine Autorin, wenn niemand über das eigene Buch spricht. Wenn das, wofür man sich monatelang durch Hochs beflügelt und durch Tiefs gequält hat, keine Beachtung findet. Wenn es zwar gekauft, aber nirgends besprochen oder bewertet wird. Denn ein Buch, über das niemand spricht, ist ein totes Buch.

Wer mit Büchern in die Öffentlichkeit geht, muss auch negative Meinungen aushalten können. Und wer von sich weiß, dass er allzu sensibel darauf reagiert, sollte sich im Vorfeld (also vor dem Veröffentlichen!) schon Bewältigungsstrategien überlegen. Denn je häufiger sich ein Buch verkauft, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit für schlechte Bewertungen.

Öffentliche Kritik ist also etwas, von dem man im Vorfeld weiß und auf das man sich vorbereiten kann und sollte. Nach mehreren Veröffentlichungen setzt in vielen Punkten auch eine Art Routine ein. Aber Kritik ist nicht immer konstruktiv, sie kann auch Druck auslösen und verletzen.
Der Umgang mit öffentlicher Kritik ist von all dem, was das Veröffentlichen zu dieser Achterbahnfahrt macht, noch der einfachste Punkt. Denn hier hat man noch einigermaßen Kontrolle und kann an seiner Haltung arbeiten. Und man weiß von Anfang an, dass es ein Thema sein wird.

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Geld

Wer vom Schreiben leben will, muss verdammt gut schwimmen können. Und zwar nicht nur, wenn die Sonne scheint und laue Lüftchen wehen, sondern auch ohne Neoprenanzug im Eiswasser.

Beim Einkommen unterscheiden sich die Veröffentlichungswege im Verlag und im Selfpublishing sehr stark. Wenn ich im Folgenden vom Verlag spreche, meine ich Großverlage. Wie es bei kleineren und Kleinverlagen aussieht, weiß ich nicht. Grundsätzlich kann man aber sagen: Je kleiner ein Verlag ist, desto geringer sind auch die Chancen auf einen Vorschuss. Großverlage zahlen meines Wissens immer Vorschüsse. Wenn dem nicht so wäre, bräuchte man dort schließlich keinen Vertrag zu unterschreiben.

Im Großverlag ist es in der Regel so, dass man sich entweder mit einem fertigen Manuskript oder aber mit einem mehr oder weniger ausgearbeiteten Projekt oder Exposé bewirkt. Wenn man einander gut kennt, reicht oft auch ein Exposé. Die Höhe des Vorschusses und die Art der Auszahlung sind im Vertrag geregelt. Häufig bekommt man mit Vertragsunterzeichnung ein Drittel oder die Hälfte des Vorschusses, den Rest dann bei Manuskriptabgabe bzw. Veröffentlichung. Der Verlag verpflichtet sich, das Buch binnen einer bestimmten Frist auch zu veröffentlichen.
Da die Programmplanung schon bis zu zwei Jahre im Vorfeld geschieht, kann es also gut sein, dass man den Vorschuss (eigentlich: Garantiehonorar) erst nach zwei Jahren komplett überwiesen bekommt. Der Vorschuss ist in der Regel nicht zurückzuzahlen. Das heißt, wenn ein Buch floppt, hat der Autor trotzdem sein Geld. Die Buchverkäufe werden so lange mit dem Vorschuss gegengerechnet, bis er „aufgebraucht“ ist, erst dann erhält man Tantiemen, beim Taschenbuch meist im einstelligen Prozentbereich.

Die Tantiemen werden summiert und, je nach Vertrag, entweder halbjährlich oder jährlich ausgezahlt. In welcher Höhe sich die Tantiemen bewegen, erfährt man als Autor oft erst mit dieser Abrechnung. Bei einigen Verlagen kann man allenfalls eine ungefähre Größenordnung anfragen, andere haben hingegen Onlineportale, in denen man die Auslieferungszahlen (nicht unbedingt die Verkäufe!) einsehen kann.

Das bedeutet also, dass man als Autor nur etwa 2-4 Mal im Jahr Geld vom Verlag bekommt. Hat man neue Verträge, gibt es auch mal öfter Geld, hat man keine neuen Verträge, bekommt man manchmal auch nur einmal im Jahr Geld (oder gar keins, wenn der Vorschuss noch nicht eingespielt wurde).

Unter diesen Bedingungen ist es sehr schwer, sich ohne sicheren Nebenjob über Wasser zu halten. Das kann auch durch gute Vorschüsse nur bedingt aufgefangen werden, wobei man im Vorfeld nie weiß, wie hoch das Garantiehonorar letztendlich ausfallen wird. Finanzielle Planbarkeit oder gar Sicherheit sind somit fast ausgeschlossen, was unglaublich viel Stress und Druck auslöst. Jeder, der sich schon mal in einer finanziellen Notlage oder Schieflage befand, weiß das. Es kann krank machen und die Lebensqualität massiv beeinflussen.
Gleichzeitig bleibt, je nach Umfang des Jobs, deutlich weniger Zeit zum Schreiben. Und je weniger Zeit man in sein Buchprojekt stecken kann, desto schwieriger wird es wiederum, regelmäßige Verträge zu bekommen. Es ist ein Teufelskreis.

Da man im Selfpublishing alle Dienstleistungen, die normalerweise der Verlag übernimmt, selbst organisieren und finanzieren muss, hat man erst mal einen Haufen Ausgaben vor der Veröffentlichung. Lektorat, Korrektorat, Covergestaltung und Buchsatz müssen meist eingekauft werden, nach Veröffentlichung kommt noch die Werbung dazu, und auch mit der reinen Schreibzeit geht man erst mal in Vorleistung. Wo man im Verlag oft schon Geld bekommt, bevor man überhaupt mit dem Schreiben begonnen hat, ist das Selfpublishing volles finanzielles Risiko. Man weiß nie, ob das Buch die Ausgaben jemals einspielen wird, von irgendwelchen Verdienstmöglichkeiten ganz zu schweigen.

Wenn ein Buch allerdings einigermaßen gut läuft, ist der Verdienst sehr transparent. In der Regel kann man bei den Online-Anbietern die Verkäufe tagesaktuell einsehen, bei Amazon wird sogar permanent aktualisiert. Da ich täglich meine Excel-Tabelle aktualisiere, kann ich schon in der Monatsmitte abschätzen, in welchem ungefähren Rahmen sich mein aktuelles Monatsgehalt bewegt. Das wird zwar mit einer Verzögerung von zwei Monaten ausgezahlt, ich weiß aber ziemlich genau, in welchem Monat ich welchen Betrag überwiesen bekomme. Außerdem kann ich Werbemaßnahmen darauf abstimmen und habe in einem gewissen Rahmen die Möglichkeit, noch an meinem Verdienst zu schrauben. Das ist im Verlag so nicht möglich.

Da ich mit meinen Selfpublishing-Büchern nur mich (und meine Familie) ernähren muss und nicht noch unzählige andere Menschen zwischengeschaltet sind (die noch dazu ein regelmäßiges Gehalt beziehen und sozial abgesichert sind), muss ich für den gleichen Verdienst weniger Exemplare verkaufen.

Wer die Mechanismen im Selfpublishing verinnerlicht hat und bereit ist, aktuelle Trends zu bedienen und Leserinnenwünsche zu erfüllen, kann ein einigermaßen ordentliches Einkommen erzielen. Das liegt dann oftmals deutlich über dem Einkommen von Verlagsautoren aus der Midlist, erfordert aber auch viel Fleiß und Durchhaltevermögen. Durch das Selfpublishing in der jetzigen Form ist es jedenfalls mehr Autoren als zuvor möglich, vom Schreiben leben zu können.

In der traurigen Realität spielen aber viele Selfpublishing-Titel die Kosten niemals ein und bleiben so allenfalls ein leidenschaftliches Hobby, sind von der Vorstellung, einmal vom Schreiben leben zu können aber meilenweit entfernt.

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In Autoren unter Druck II geht es um die Mechanismen des Marktes und unsere Möglichkeiten, darin zu überleben.

Der dritte und letzte Teil Autoren unter Druck III stellt sich der Frage, ob Selfpublishing ein Ausweg aus dem Buchmarkt-Dilemma sein kann.

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14 Gedanken zu “Autoren unter Druck I

  1. Pingback: Autoren unter Druck II | Siegerland-Krimis

  2. Pingback: Erscheinen zu viele Bücher? (Teil 2 von 2) – translate or die

  3. Pingback: Autoren unter Druck III | Siegerland-Krimis

  4. Sehr schöner Artikel und genauso ist es.
    Obwohl ich auf Facebook eher die Autoren hören sage ‚ich gebe auf‘ die sichtlich nach Aufmerksamkeit schreien.
    Obwohl man schon merkt, ob jemand gerade das Buch schreibt, weil es den aktuellen Trend entspricht oder weil die Geschichte einfach heraus muss …

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    • Ja, dieses nach Aufmerksamkeit heischende „ich gebe auf“ habe ich auch schon erlebt, allerdings eher in der Filterblase meines Pseudonyms.
      Die meisten Autorinnen, die ich – überwiegend persönlich – kenne, haben einfach aufgehört, haben sich verletzt in ihre vier Wände zurückgezogen oder haben sich nach einer Schutzzeit mehr oder weniger öffentlich erklärt.
      Den ersten Fall, also diese Art, die du meinst, finde ich wenig professionell – und ziemlich leicht zu durchschauen. Aber wer will schon Mitleidskäufe oder -Leserinnen?

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      • Das stimmt. Es sind auch immer dieselben, die das machen. Besonders diese eine Autorin, dessen Bücher ich eigentlich gerne gelesen habe, macht es offensichtlich so. Und ehrlich gesagt, hat es mir die Lust an ihren Sachen genommen.
        Andere arbeiten hart, um einen gewissen Schein aufrechtzuerhalten, während es Personen gibt, für die die Aufmerksamkeit mehr zählt, als Verständnis zu bekommen.
        Wenn sie dann kritisiert werden, schalten sie auf stur oder greifen an.

        Ich habe vollstes Verständnis für jene, die tatsächlich am Ende sind und sich eine Auszeit gönnen. Es ist wirklich wichtig, wieder zu sich zu kommen und zu erholen. Ohne Druck oder sich rechtfertigen zu müssen. Irgendwann haben sie das verarbeitet und kommen stärker und kräftiger, mit Seiten voller Ideen zurück.

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      • Erst einmal: toller Artikel, den ich über Andreas Séché bei facebook gefunden habe! Ich werde ihn eventuell auch in meinem Blog bewerben; bei mir liegt der Fokus auf der Annahme der grundsätzlichen Unvereinbarkeit von echter Kreativität und Markt.

        Zu jeanyjanez und den Antworten stelle ich mal folgende Frage: geht es bei dem Thema denn nicht nur um Aufmerksamkeit, und zwar in einem „gesunden“ Sinn? Eben nicht in einem egozentrischen Sinn, sondern im Autorenfall im verständlichen, lebensnotwendigen Sinn?

        Wie findet man heraus, wer „tatsächlich am Ende“ ist? Manche schöpfen vielleicht auch immer wieder Hoffnung oder sind noch nicht so weit, sich endgültig von ihrem Traum zu verabschieden…

        Sind (wir) nicht alle im selben Boot?

        Herzliche Grüße,
        Sabine

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      • Mir ist bei Jeanyjanez‘ Beitrag tatsächlich auch eine bestimmte Person eingefallen, die sich eher negativ bemerkbar macht.
        Ich würde also sagen: Der Ton macht die Musik.
        In dem benannten Beispiel funktionieren die vielen Klagen insofern, dass sich immer wieder Leserinnen dafür entschuldigen, dass sie bisher kein/nicht das aktuelle Buch gekauft haben, das dann aber nachholen und die Autorin damit trösten.
        „Wenn ihr mein Buch nicht kauft, höre ich auf“, klingt völlig anders als: „Ich komme mit den Bedingungen nicht zurecht“ oder: „Ich habe keine Kraft mehr zum Kämpfen“.
        Mag sein, dass das gleiche Problem dahintersteckt, aber der Umgang damit ist sehr unterschiedlich.
        Und auf lange Sicht fährt man sicher nicht gut damit, wenn man seinen Leserinnen ein schlechtes Gewissen macht.
        Ich verstehe, was du meinst, Sabine.
        Jeder geht anders mit der Belastung um, aber ich käme niemals auf die Idee, meine Leserinnen und Leser emotional unter Druck zu setzen.

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      • Aber das sind auch nicht so viele Autorinnen, die das machen. Zumindest nicht so offensichtlich.
        Trotzdem bleibt es hängen.
        Ich kenne eigentlich eher diejenigen, die einfach nicht mehr da sind … Und das finde ich traurig, weil es kaum bemerkt wird.

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