Autoren unter Druck II

Ich freue mich, dass dich auch der zweite Teil von „Autoren unter Druck“ interessiert. Du findest ihn seit dem Blogumzug hier.

 

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7 Gedanken zu “Autoren unter Druck II

  1. Pingback: Autoren unter Druck I | Siegerland-Krimis

  2. D a n k e für diese beiden tollen Artikel! Es bestätigt mein Bild von der Verlagsbranche, das vor paar Monaten entstanden ist, als ich „aufgewacht“ bin und aufgehört habe mir das Veröffentlichen in Publikumsverlagen blumig zu reden. Um mal deine Worte aufzugreifen: Ich möchte mich nicht unter Wert verkaufen und als schwächstes Glied in der Nahrungskette dienen. Ohne uns Autoren gäbe es keine Geschichten zum Lesen und nur weil es immer jemanden gibt, der für geringere Konditionen unterschreibt, bedeutet dies nicht, dass man als Autor dieses Spiel mitspielen muss. Ich möchte mich am Markt orientieren, aber es wagen mal etwas Neues zu schreiben. Doch vor allem möchte ich mich selbst und mein Buch, das es zwar in eine Agentur schaffte, aber trotz Lob einiger Verlage es nicht in einen Verlag geschafft hat (aus einem Grund, der so banal ist, dass ich es bis heute nicht verkraftet habe darüber hinwegzukommen) Aus diesem Grund habe ich mich nun für den Weg des Self Publishings entschieden. Und ich bedanke mich bei all den mutigen Autoren, die den Mund aufmachen und zu den Missständen in der Verlagsbranche nicht mehr schweigen. In den letzten Wochen gab es einige Autoren, die ihrem gerechtfertigten Unmut freien Lauf gelassen haben. Da frage ich mich: wenn selbst die Großen zu kämpfen haben, welche Chancen hat dann ein Newbie wie ich?

    Keine.

    Gefällt 1 Person

    • Das Problem bei der ganzen Misere ist ja auch, dass es nicht DEN Schuldigen gibt. Es liegt nicht an einer einzelnen Berufsgruppe oder einem bestimmten Verlag oder einzelnen Personen. Dann könnte man das Problem vielleicht lösen.
      Die gesamte Buchbranche hat ein riesiges strukturelles Problem und doktort an Symptomen herum, aber das hilft langfristig nicht.
      Die Leser brechen weg, jedes Jahr mehr, und trotzdem wird versucht, das Ganze durch gleichbleibende Gewinne schönzureden, obwohl die doch überwiegend durch Preiserhöhungen zustande kommen, aber nicht (oder kaum) durch steigende Verkäufe.
      Renner wie Harry Potter oder 50 Shades of grey (natürlich beides eingekauft, nachdem es sich im Ausland bewährt hat) kippen Tünche auf die Zahlen – aber da aktuell kein neuer Trend in Sicht ist, bekommen die „normalen“ die Werbeausgaben gekürzt oder gar gestrichen, und alles wird auf die großen, schnellen Pferde gesetzt. Mit Mischkalkulation hat das nichts mehr zu tun. Und wenn dann so ein hochgestyltes Pferd lahmt oder nicht wie erwartet lossprintet, bricht Panik aus.
      Fakt ist: Die Gesellschaft hat sich verändert, es wird weniger aktiv gelesen und mehr passiv konsumiert. Und wenn eigentlich begeisterte Leserinnen und Leser wegen der langweiligen und austauschbaren Verlagsprogramme wegbleiben, bekommt Amazon den schwarzen Peter zugeschoben. Aber so einfach ist es eben nicht.

      Nun ja, es ist, wie es ist.
      Machen wir einfach das Beste draus – denn für jede Geschichte gibt es Leser. Man muss sie nur erreichen!

      Gefällt 1 Person

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  4. Pingback: Markttreiben | Kunst ist für die Menschen

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