Literaturcamp NRW in Bonn

Froschversammlung

Am Samstag findet in Bonn das Literaturcamp NRW statt.
In Deutschland gibt es aktuell drei Literaturcamps: Bonn, Heidelberg und Hamburg.
Nachdem mich im vergangenen Jahr das Barcamp-Fieber beim Literaturcamp Heidelberg erwischt hat, saß ich Anfang des Jahres mit zuckenden Fingern vor dem Rechner, als endlich die erste Ticketwelle für das Literaturcamp in Bonn freigeschaltet wurde. Mit Erfolg – die Tickets sind immer wahnsinnig schnell ausverkauft.

Was ist ein Barcamp?

Wikipedia sagt dazu:
„Ein Barcamp (häufig auch BarCamp, Unkonferenz, Ad-hoc-Nicht-Konferenz) ist eine offene Tagung mit offenen Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden.“

Die Teilnehmer (eigentlich: Teilgeber) bereiten entweder einen Beitrag vor oder entscheiden sich spontan, ein Thema anzubieten. Das muss nicht immer hochwissenschaftlich sein, das kann auch einfach eine Frage sein, die man bisher noch nicht beantwortet bekam oder eine Diskussionsrunde zu einem bestimmten Thema. Selbst eine Einheit Yoga oder der Austausch von Kochrezepten ist möglich.
Zu Beginn der Veranstaltung stellen alle Teilnehmer ihr Thema vor, anschließend finden sich Teilnehmer und Teilgeber zusammen, um in einer etwa halbstündigen Session am Thema zu arbeiten oder sich einen Vortrag anzuhören. Und weil so viele spannende Themen gleichzeitig stattfinden, kann man mit gutem Gewissen einfach zwischendrin wechseln.
Über den Tag verteilt finden mehrere Sessions statt, sodass man viel mitnehmen oder auch einfach mal eine Runde aussetzen kann.
Es gibt also irre viel Input in relativ kurzer Zeit, worauf ich mich schon sehr freue.

Das zweite Standbein ist die Vernetzung.
Beim Literaturcamp geht es darum, miteinander in Kontakt zu treten, sich gegenseitig bekannt zu machen, im Social Media zu befreunden und auszutauschen. Damit aus vielen Einzelkämpfern ein großes Netzwerk entsteht, das sich gegenseitig unterstützt und aushilft.

Mein Beitrag

Schon bei der Arbeit an der Artikelreihe Autoren unter Druck war mir klar, dass ich das Thema auch für die beiden Literaturcamps in Bonn und Heidelberg aufgreifen werde.
Doch meine Session soll nicht bei der Erfassung des (zugegeben nicht allzu schönen) Ist-Zustandes stehenbleiben, sondern daran anschließen.
Folglich heißt meine Session „Autoren unter Druck – Bücher schreiben und trotzdem gesund bleiben“ und ich bin sehr gespannt, ob und wie sie angenommen wird.
Weil bei einem Barcamp die Themen und Inhalte nicht schon vorher gesetzt sind, kann es auch passieren, dass eine Session mangels Interesse nicht stattfindet. Ich habe also keine Vortragsgarantie und hoffe, dass mein Thema auch anderen (angehenden und professionellen) Autorinnen und Autoren wichtig genug ist.
Darüber hinaus bin ich natürlich wahnsinnig neugierig, welche Themen sonst noch angeboten werden und was ich wieder Neues lernen und erfahren kann.

Ich freu mich schon!

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