Wisente in Südwestfalen

Im März 2010, also vor beinahe acht Jahren, wurde mit Bulle „Egnar“ der erste Wisent im Wisent-Wald bei Bad Berleburg am Rothaarsteig angesiedelt. Ihm folgten Wisent-Kühe und weitere Bullen.
Drei Jahre später wurde die zwischenzeitlich auf acht Wisente angewachsene Herde in die Freiheit entlassen. Mittlerweile leben mehr als zehn Wisente in freier Wildbahn in den Wäldern des Sauerlandes und Wittgenstein.
Die von den ausgewilderten Wisenten bewohnte Fläche ist riesig, weshalb man den Tieren nur mit außerordentlich viel Glück begegnen kann. Umso bemerkenswerter sind dann private Filmaufnahmen wie die nachfolgende, auf der die gesamte Herde zu sehen ist.
Mit gemächlicher Ruhe und großer Erhabenheit überqueren die imposanten Tiere eine verschneite Straße. Ein beeindruckendes Dokument!
Das Video habe ich auf der Facebook-Seite der Ranger Südwestfalen entdeckt, leider ohne Quellenangabe. Trotzdem ein großes Dankeschön an den unbekannten Filmer!

Ärger um die Wisente

Das Wisent-Projekt ist teilweise sehr umstritten und stand schon mehrmals vor dem Aus.
Hintergrund sind die Fraßschäden der Tiere an den Bäumen, die den Zorn der Waldbauern auf sich ziehen und vor Gericht verhandelt werden. Außerdem soll eine Wanderin angegriffen worden sein.
Im Mai 2017 entschied das Oberlandesgericht Hamm, dass die Wisente im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes als besonders schützenswert gelten und deshalb geduldet werden müssen.

Die zweite Herde

Neben der ausgewilderten Wisent-Herde gibt es auch eine zweite, die in einem 20 Hektar großen Areal, der Wisent-Wildnis, lebt. Da diese Tiere in einem eingezäunten Gebiet leben, ist die Wahrscheinlichkeit, dort einem Wisent zu begegnen, natürlich deutlich größer.
Das Wisent-Projekt wird übrigens wissenschaftlich von mehreren Universitäten begleitet, weil es in dieser Form einmalig in Europa ist.
Wer also mal bei uns in der Region zu Besuch ist, sollte unbedingt einen Abstecher in die Wisent-Wildnis nach Bad Berleburg machen!

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Songs über Siegen und Wittgenstein

Manchmal stolpert man ja sprichwörtlich über ein Thema, und so ging es mir auch mit den folgenden Songs.
Ja, ich gebe zu: Siegen kann polarisieren.
 „Zu viel Beton“ sagen die Einen, „die grünste Stadt Deutschlands“ die Anderen.
„Was ist schlimmer als verlieren? Siegen!“ war einer der ersten Sprüche, den ich hier gehört habe, und in den ersten Jahren habe ich auch ein klein wenig daran geglaubt.
Mit dem Leitspruch „Provinz voll Leben!“ wollte man sich selbst ein wenig auf die Schippe nehmen, aber erst, als man „Siegen zu neuen Ufern“ ausrief, wurde es hier wirklich schön.

Die Stadt Siegen hat eben ihren ganz eigenen Charme, und wie der aussieht, könnt ihr euch selbst anschauen und -hören!

Sarah Böttcher hat ein wunderschönes Liebeslied über ihre Heimatstadt geschrieben:

Der Rapper Haboob lebt mittlerweile in Köln, hat sein Herz aber trotzdem an Siegen verloren:

Matthias Merzhäuser hat sich eher mit Wittgenstein beschäftigt und nimmt die Natur in den Fokus:

Im Gegensatz dazu gibt es einen schon etwas älteren Song von 2012, der eher die Betonstadt im Blick hat:

Es gibt noch mehr Songs über Siegen und Wittgenstein, die zeige ich euch in einem späteren Beitrag.
Bei diesen hier haben mir die Bilder bzw. Filme gefallen, und wer die Stadt noch nicht kennt, kann sich ein eigenes Bild machen. Und wer sie kennt, freut sich bestimmt über die eine oder andere Einstellung!

Viel Vergnügen!